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Nicht Pfeffer in Wunden streuen, sondern Salböl
Predigt zum 15. Sonntag im Jahreskreis (B)

In jener Zeit rief Jesus die Zwölf zu sich und sandte sie aus, jeweils zwei zusammen" (Mk 6, 7). Bei Lukas lesen wir: die "Zwölf" "nannte Jesus auch Apostel" (Lk 6,13). Dass je zwei ausgesandt werden, entspricht wohl der Praxis der Gemeinde; ich darf zwei Beispiele aus der Apostelgeschichte anführen: "Als die Apostel in Jerusalem hörten, dass Samarien das Wort Gottes angenommen hatte, schickten sie Petrus und Johannes dorthin. Diese zogen hinab und beteten für sie, sie möchten den Heiligen Geist empfangen" (Apg 8,14.15). "Als sie zu Ehren des Herrn Gottesdienst feierten und fasteten, sprach der Heilige Geist: Wählt mir Barnabas und Saulus zu dem Werk aus, zu dem ich sie mir berufen habe" (Apg 13,2). Wie wertvoll es ist, zu Zweit zu sein, können wir vor allem bei Kohelet lesen: "Zwei sind besser als einer allein... Denn wenn sie hinfallen, richtet einer den anderen auf. Doch wehe dem, der allein ist, wenn er hinfällt, ohne dass einer bei ihm ist, der ihn aufrichtet... Und wenn jemand einen Einzelnen auch überwältigt, zwei sind ihm gewachsen" (2 Koh 4, 9.10.12).  
 


Pater Dr. Bernhard Anton Sirch OSB
Bild: Autor
Ein Einzelner kann sich täuschen. So gilt im jüdischen Leben als Grundsatz: "Erst das Zeugnis von zwei Menschen ist gültig" (Joh 8,17). Ein Grundsatz aus dem römischen Recht lautet: "audiatur et altera pars", was man übersetzen kann mit: „Gehört werde auch der andere Teil“ bzw. „man höre auch die andere Seite".  
Wenn Jesus "jeweils zwei zusammen" (Mk 6, 7) aussendet, so ist damit auch - jedoch immer unter dem Aspekt der Einheit - eine Vielfalt gegeben. So schuf Gott den Menschen als Mann und Frau. Man weiß heute in der Psychologie, dass diese gegensätzlichen Charaktere von Mann und Frau für die Erziehung wichtig sind, wobei Mann und Frau zusammenarbeiten und sich gleichzeitig in ihrer Verschiedenheit ergänzen müssen. Dies muß auch das Ziel einer Zusammenarbeit in Kirche und Gesellschaft sein. Besonders die Jünger Jesu Christi, die Pfarrgemeinde, sollten miteinander arbeiten und nicht gegeneinander. Das harmonische miteinander Arbeiten ist ein grundlegendes, wesentliches Zeugnis für Christus.  
Es ist jedoch durchaus möglich, dass zwei hervorragende Menschen nicht zusammenpassen und sich gegenseitig nur aufreiben würden. So wird in der Apg 15, 36-39 geschildert, wie sich Paulus von Barna­bas trennen. Oder denken wir auch an die Ausein­andersetzung von Petrus und Paulus. Dennoch blieb die gegenseitige Hochachtung.  
Der verschiedene Sendungsauftrag war für die Ausbreitung des Wortes Gottes nur förderlich. Die Kirche feiert das Fest der Apostelfürsten Petrus und Paulus zusammen. Die Kirche betet in der Präfation: "Petrus hat als Erster den Glauben an Christus bekannt und aus Israels heiligem Rest die erste Kirche gesammelt. Paulus empfing die Gnade tiefer Einsicht und die Berufung zum Lehrer der Heiden. Auf verschiedene Weise dienten beide Apostel der einen Kirche, gemeinsam empfingen sie die Krone des Lebens. Darum ehren wir beide in gemeinsamer Feier und vereinen uns mit allen Engeln und Heiligen zum Hochgesang von deiner göttlichen Herrlichkeit".  
 
Wenn Jesus " jeweils zwei zusammen" (Mk 6, 7) aussendet, so soll diese Zweiheit befruchtend wirken in der Kirche, in der Gesellschaft bis hinein in die Ehe, wobei bei aller Verschiedenheit das einigende Band im Vordergrund stehen muß.  
 
"Kein Geld im Gürtel" (Mk 6, 8), bzw. durch Lebensweise zeigen, wie weit die Jünger davon entfernt sind, nach Reichtum zu verlangen" (Chrysos­tomus).  
"Geld regiert die Welt". Man könnte diesen Satz auch auf die Kirche ausdehnen, wenn man sieht, wie in konkreter Situation ausschließlich das Geld im Vordergrund steht. Wir hören im Evangelium weiter: "Und er gebot ihnen, außer einem Wanderstab nichts auf den Weg mitzunehmen, kein Brot, keine Vorratstasche, kein Geld im Gürtel, kein zweites Hemd und an den Füßen nur Sandalen" (Mk 6, 8.9). Wenn wir eine Reise planen, dann sind große Vorbereitungen notwendig. Für alle Eventualitäten wird schon im voraus gesorgt.  
Der Jünger soll sich nicht so sehr um die zeitlichen Güter kümmern, sondern um die ewigen Güter. Vor allem ein Bischof muß zuallererst der Verkünder der Frohbotschaft Christi sein und sein ganzes Vertrauen in Gott haben. Der Zuhörer spürt, ob der Prediger in Gott verwurzelt ist.  
Der hl. Beda betont: "Das Vertrauen des Verkündigers auf Gott muß so groß sein, daß er sich ganz gewiß ist, daß ihm, obwohl er keine Vorsorge trifft, nichts von dem fehlen wird, was er für das gegenwärtige Leben braucht". "Der Herr gab den Jüngern diese Weisung auch deshalb, damit sie durch ihre Lebensweise zeigten, wie weit sie davon entfernt sind, nach Reichtum zu verlangen" (Chry­sos­tomus).  
 
"Die Zwölf machten sich auf den Weg" (Mk 6, 12).  
Die Kirche muss sich auch heute wieder "auf den Weg machen". Es nützt wenig, wenn der Pfarrer in seinem Pfarramt bleibt, er muss zu den Menschen unterwegs sein, "an den Füßen Sandalen" (Mk 6, 9) haben. Kein Papst zuvor war auch nur annähernd so viel unterwegs wie Jo­hannes Paul II. und Benedikt XVI. Fast ausschließlich nur in Deutschland, bzw. deutsch-sprechenden Ländern, wird über das "viele Reisen des Papstes" geschimpft; der Papst wird kritisiert. Die Wirkung der Reisen ist aber enorm. Man braucht nur daran zu denken, dass oft 1 Millionen Menschen den Gottesdienst mitgefeiert haben, hinzukommen noch die Menschen an den Fernsehgeräten und Radios.  
Ein Dorfpfarrer kann sich ausrechnen, wenn er bei Gottesdiensten in einer Wo­che im Schnitt 500 Menschen erreicht, wie lange er braucht, um 1 Millionen Menschen zu er­reichen: es sind 30 Jahre! Der Papst hat mit seinen Reisen, z.B. in Afrika, Amerika und Asien, die Christen bestärkt; er hat mit seinen Reisen die Welt verändert und auf Christus aufmerksam gemacht. Selbst die Vorberei­tung auf einen Papstbesuch hat gewaltige Auswirkungen: Die Behörden dulden Initiativen von katholi­schen Organisationen, weil sie angesichts des Papstbesuchs an einem guten Klima zwischen Kir­che und Staat interessiert sind. Wenn es im heutigen Evangelium hieß: "Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf" (Mk 6,12), so kann man wohl vom heutigen Papst sagen, dass er sich trotz seiner Leiden und seines Alters auf den Weg machte. Auch wir sollten uns auf den Weg machen, um die Frohbotschaft Christi zu verkünden. Vor allem müssen wir erkennen, dass wir uns mit unserer Frohbotschaft am Arbeitsplatz, selbst in der Familie, auf den Weg zu dem konkreten Menschen machen, mit dem wir viele Zeit zusammen sind.  
 
"auf den Weg machen": geistig und geistlich durch Umkehr.  
Gleich zu Beginn des Evangeliums gibt Jesus an, warum er die Jünger aussendet: "Er gab ihnen die Vollmacht, die unreinen Geister auszutreiben" (Mk 6, 7). Wir erfahren dann von der Ausführung: "Die Zwölf riefen die Menschen zur Umkehr auf. Sie trieben viele Dämonen aus" (Mk 6, 12.13).  
 
Um die Menschen für das Reich Gottes gewinnen zu können, ist es notwendig, dass sich die Menschen von allen bösen Geistern, von allem Bösen reinigen, lösen. Dies ist sicherlich auch ein wichtiger Hinweis für die heutige Pastoral. Auch der moderne Mensch weiß um das Böse in der Welt - täglich sind die Zeitungen davon voll -, wobei sich Menschen in den Dienst des Bösen stellen und das Böse Macht bekommt.  
 
Vor kurzem musste ich ein Haus segnen, damit die Macht des Bösen zurück­gedrängt wird. Bisweilen spüren die Menschen, dass ein Fluch, das Böse ihr Leben beherrscht. Je mehr sich der Mensch Gott öffnet, umso weniger gewinnt das Böse Macht über ihn. Die Reinigung vom Bösen, etwa durch eine Beichte ist entscheidend für ein geistliches Leben. Jesus, der den Jüngern die Vollmacht gab, Dämonen auszutreiben, sendet heute seine Jünger mit der Vollmacht: "Wem ihr die Sünden vergebt, dem sind sie vergeben" (Joh 20,23): "Die Zwölf machten sich auf den Weg und riefen die Menschen zur Umkehr auf" (Mk 6,12).  
 
Wir hören im Evangelium weiter:  
Die Jünger "salbten viele Kranke mit Öl und heilten sie" (Mk 6, 13).
 
Daß die Jünger mit Öl salbten, erzählt nur Markus; Jakobus aber sagt in seinem kanonischen Brief ähnliches (Vgl. Jak 5,14f.). Das Öl lindert die Mühen, es schenkt Licht und Heiterkeit. Das Salböl bedeutet die Barmherzigkeit Gottes, Heilmittel für Krankheit und Erleuchtung des Herzens; das alles bewirkt das Gebet (Chrysostomus).  
 
Nicht Pfeffer in die Wunden streuen, sondern Salböl. Dies gilt nicht nur für die körperlichen Wunden, sondern vor allem für die Wunden unserer Zeit, für die Wunden der Seele. Der liebevolle Umgang mit einander ist ein sichtbares Zeichen, das von allen verstanden wird. Die Jünger Jesu Christi sollten miteinander arbeiten und nicht gegeneinander. Dies ist für die Glaubwürdigkeit der Kirche unerläßlich. Vorbild für die Jünger war Jesus, der dem verwundeten, verlorenen Schaf nachgeht und es auf seine Schultern legt. Theophylactus belehrt uns: Daher ist offensichtlich, daß von diesen Aposteln der heiligen Kirche der Brauch überliefert ist, die von Dämonen Gequälten und alle anderen Kranken mit Öl zu salben, das durch den Segen des Bischofs geweiht wurde.  
 
(leicht gekürzte Fassung. Den vollständigen Text finden Sie auf der Homepage des Autors)  
 
Dr. P. Bernhard Anton Sirch  
Katholisches Pfarramt, Propstei - Schlößl, Hauptstraße 4, D - 92278 Illschwang.  
Tel. 09666/951272. Email: pater.bernhard@direkt.at - Homepage: Link  
Autor: P. Sirch
Veröffentlicht am: 12.07.2012
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