Predigt 7. Sonntag B am 19.2.2012
Ist der Einbruch, den das Evangelium heute schildert, nur eine größere Sachbeschädigung oder sogar zusätzlich Hausfriedensbruch?
Die Rechtsgelehrten dürften sich wohl nach diesem spektakulären Fall, den uns die Bibel da präsentiert, sämtliche ihrer juristischen Finger lecken.

Immer feste drauf...!?
Bild: Klicker/ pixelio.de
Und hätte es damals in Kafarnaum eine Lokalzeitung gegeben, wäre wohl eine Schlagzeile fällig gewesen wie z.B. diese: „Hilfesuchende steigen Jesus aufs Dach“ – oder: „Einbrecher-Quartett mit durchschlagendem Erfolg“…
Die vier Täter des heutigen Evangeliums besteigen jedenfalls das Dach eines fremden Hauses und beschädigen es schwer, indem sie ein riesiges Loch in die Decke schlagen. Allerdings gibt ihnen der Erfolg Recht: Jesus kann gar nicht anders, als sich um diese seltsame Luftfracht zu kümmern. Direkt vor seiner Nase schwebt der Gelähmte nämlich an Seilen vom Dach hinab in den übervollen Raum – wirklich eine handwerkliche Meisterleistung der vier Freunde des Kranken!
Noch heute freuen sich z.B. die Kinder im Religionsunterricht köstlich darüber, wenn sie die Szene malen oder nachspielen dürfen.
Doch erst einmal der Reihe nach! Es hat sich schnell im Ort herumgesprochen, dass Jesus wieder da ist. Vielleicht ist es das Haus des Simon Petrus, in dem er sich jetzt aufhält. Drinnen und draußen vor der Tür wimmelt es nur so von Menschen. Jesus verkündet allen die Frohe Botschaft vom Reich Gottes.
Allen? -- Nein, eben nicht allen! Da ist einer, den lassen sie erst gar nicht an Jesus heran. Es ist ein Gelähmter, von vier Männern getragen. Niemand möchte freiwillig seinen guten Platz räumen, um den Mann auf seiner sperrigen Tragbahre vorzulassen. Immer schön der Reihe nach – hier gibt es keinen Behinderten-Rabatt! Der Mann mit seinen Trägern hätte schließlich auch früher kommen können, also selber schuld! ....
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Komplette Predigt wie immer
in "MEIN PREDIGTGARTEN"
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